Kontakt

August-Ganther-Schule

Schulleitung Frau Erdrich
Schwarzwaldstr. 13
77704 Oberkirch
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: 07802 82-740
Fax: 07802 82 769

Leben in einer Gemeinschaft - Sozialtraining

Wo Menschen zusammen leben, über längere Zeit miteinander arbeiten oder sich in einer anderen Art von Gemeinschaft befinden, kann es immer wieder zu Auseinandersetzungen und Konflikten kommen. Wie man mit diesen zum Teil schwierigen Situationen angemessen umgehen kann und welche Verhaltensweisen das Miteinander erleichtern können, damit beschäftigten sich die Mädchen und Jungen der 8. Klasse der August-Ganther-Schule bei einem Sozialtraining.

Das spezielle Programm, das die Schulsozialarbeit organisiert hatte, fand regelmäßig über mehrere Wochen hinweg statt und beanspruchte die Aufmerksamkeit und das Engagement der Jugendlichen auf ungewöhnliche Art und Weise, da sie sich in dieser Zeit nicht mit dem üblichen Unterrichtsstoff auseinandersetzen mussten, sondern mit sich selbst und der Rolle, die sie als Teil einer Gruppe einnehmen, zu der sie täglich zusammenfinden.

Mit vielen interessanten Informationen, unterschiedlichen Aufgaben und teilweise ungewöhnlichen Herausforderungen im Gepäck war Susanne Rechsteiner vom Freiburger Institut „Konflikt-KULTUR“ angereist, um mit den Schülerinnen und Schülern zu arbeiten.

Konflikt-KULTUR ist ein Präventionsprogramm, das in allen Schulformen eingesetzt werden kann. Ziel dieses Programmes ist eine nachhaltige Entwicklung, die hauptsächlich zu einer Verbesserung des Klassenklimas beitragen soll. Die Heranwachsenden erfahren einen Zuwachs an sozialen Kompetenzen. Dadurch werden sie befähigt, konstruktiv mit Konflikten umzugehen und das Zusammenleben positiv zu gestalten. Gleichzeitig werden aber auch Grundbedingungen für ein effektives Lernen geschaffen.

Zunächst einmal beschäftigten sich die Jugendlichen mit ganz grundlegenden und grundsätzlichen Dingen des menschlichen Zusammenlebens: sie lernten die Menschenrechte kennen und welche Pflichten und Verantwortungen sich für den Einzelnen daraus ergeben. Vertieft und gefestigt wurden die Erfahrungen in gezielten Übungen, alleine oder in Kleingruppen.

Im großen Sitzkreis, in Gruppengesprächen oder Einzelarbeit sowie in unterschiedlichen Rollenspielen entwickelten die Mädchen und Jungen ein Gespür dafür, wie ihr eigenes Handeln die Umgebung beeinflussen kann und dass ihre Eigenverantwortlichkeit ständig eingefordert wird, wenn es darum geht, ein besseres und angenehmeres Miteinander zu erreichen, bei dem alle Beteiligten sich wohl fühlen können. So wurden nicht nur die Klassengemeinschaft gestärkt und Strategien zur Konfliktlösung entwickelt, auch die Persönlichkeit des Einzelnen wurde wertschätzend betrachtet und in seiner Besonderheit als etwas Einzigartiges erkannt. Hilfreich war es dabei auch, dass reale Probleme und Unstimmigkeiten offen angesprochen und gemeinsam gelöst werden konnten. Auf die Ergebnisse der Veranstaltung können die Schülerinnen und Schüler immer wieder zurückgreifen: in individuellen Zielvereinbarungen wurde festgehalten, welche Möglichkeiten es für jedes Mädchen und jeden Jungen gibt, um Konflikte vernünftig zu lösen oder sie erst überhaupt nicht entstehen zu lassen.