Kontakt

August-Ganther-Schule

Schulleitung Frau Erdrich
Schwarzwaldstr. 13
77704 Oberkirch
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: 07802 82-740
Fax: 07802 82 769

Aktion gegen Gewalt

„Miteinander reden ist der größte Feind der Gewalt.“ Mitdieser Aussage haben sich die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen derAugust-Ganther-Schule auseinandergesetzt. Im Rahmen einer Veranstaltung zurGewaltprävention, die von der Schulsozialarbeit organisiert worden war,beschäftigten sich die Mädchen und Jungen mit den vielfältigen Facetten derGewalt und damit, was sie selbst tun können, um ihr entgegenzuwirken.„Wichtig ist, dass man vernünftig miteinander redet,“ erklärtePolizeihauptmeisterin Iris Kiefer, die die Veranstaltung leitete. Nach dem Motto`Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus´ käme man mit einemfreundlichen und höflichen Ton schneller und besser ans Ziel, als wenn managgressiv und frech aufträte. Zu Beginn des Treffens beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mitvielen verschiedenen Begriffen, die sie in zwei Kategorien einteilen sollten:Gewalt gegen Sachen und Gewalt gegen Menschen. Bei letzterer sollten sie eineweitere Unterscheidung vornehmen, dahingehend nämlich, ob es sich um seelischeoder körperliche Gewalt handelt. Anhand einiger Beispiele wurde ihnenverdeutlicht, dass körperliche Angriffe allerdings auch seelische Problemeverursachen können, so zum Beispiel bei Vergewaltigungen und anderen sexuellenÜbergriffen, die für die Opfer so belastend sein können, dass schwersteDepressionen bis hin zu Suizidgedanken zu befürchten seien.





Doch auch die Gewaltgegen Sachen kann zu seelischen Beeinträchtigungen führen. So ginge es einemVerkäufer, der bei einem Raubüberfall in einem Geschäft anwesend war,wahrscheinlich so schlecht, dass er geraume Zeit nicht gerne zur Arbeit käme undsich mit Alpträumen plagte. Natürlich ginge jeder Mensch anders mit denErlebnissen und Situationen um, daher sei es wichtig, den Willen und den Wunschdes anderen zu akzeptieren und zu respektieren. „Nicht der Täter entscheidet, was Gewalt ist, sondern das Opfer,“ erklärteIris Kiefer. Derjenige der angegriffen würde, bestimmte für sich, ob er es alsAngriff empfände und wie er dann damit umginge. Ganz deutlich würde dieSituation, wenn der andere sich sofort verbal gegen das wehrte, was ihmoffensichtlich bevorsteht. „Nein heißt nein,“ meinte die Polizeihauptmeisterin, die von ihremArbeitsalltag berichtete, bei dem sie häufig mit Gewaltdelikten von Jugendlichenzu tun hat. Die meisten jungen Leute erklärten, sie hätten die andere Personaus Spaß geschlagen, getreten oder auf andere Weise verletzt oder angegriffen.Mit ihren eindringlichen Erläuterungen machte Iris Kiefer deutlich, dass derjeder Spaß da ein Ende hat, wo es für den Menschen gegenüber, der von demvermeintlichen Späßchen betroffen ist, ernst würde.Im Anschluss an die Diskussion setzten sich die Schülerinnen und Schüler mitdem Thema Zivilcourage und Verantwortung auseinander. Dabei setzten sie sich mitder Frage auseinander, wie man sich verhalten kann, wenn man einen Angriffbeobachtet oder sich in unmittelbarer Nähe befindet. Außerdem erfuhren sie,welche Verantwortung sie als Jugendliche tragen, wenn sie selbst gewalttätigwerden, das heißt inwiefern sie straffähig sind und juristisch belangt werdenkönnen. 

Oberkirch (mo).